Glück im Unglück: Moritz Horn zeigt souveräne Leistung

7. Mai 2013

Regen und eine nasse Fahrbahn machen ihm gar nichts aus: Moritz Horn aus Biebertal blieb trotz widriger Umstände und einem verlorenen Hinterrad cool am Steuer. So konnte er mit seiner Leistung beim zweiten Rennen in der Deutschen Kart Meisterschaft im Prokart Raceland Wackersdorf überzeugen.

Das Jahr 2013 hatte bisher noch keinen glücklichen Verlauf für Moritz Horn aus dem Keijzer Racing Team genommen. Doch das sollte sich in Wackersdorf am vergangenen Wochenende ändern. War der 16-jährige Pilot im Zeittraining noch etwas verhalten unterwegs und mit Rang 31 nicht vorne dabei, bewies er im ersten Heat echtes fahrerisches Können. Denn trotz des starken Regens und einer nassen Fahrbahn lenkte er sein Zanardi-Kart schnell über die 1.222 Meter lange Bahn und sicherte sich dadurch den fünften Rang. „Das war ein gelungener Auftakt ins Wochenende“, schwärmte er.

Auch im zweiten Heat stand er den Top-Ten in nichts nach, hielt auf den vorderen Rängen gut mit. Doch dann erhielt er eine sprichwörtliche Ohrfeige: Moritz Horn wurde Opfer eines Materialschadens. Er verlor bei voller Geschwindigkeit das Hinterrad, „das Gott sei Dank nur die SAT-Schüssel des Fernseh-Teams und keine Menschen getroffen hat“, kommentierte er sein Glück im Unglück, „das kann im Kartsport passieren und war auf keinen Fall ein Mechaniker-Fehler.“ Sein zweiter Vorlauf war damit natürlich von einem Ausfall geprägt und hatte ihn um eine Top-Ten-Platzierung nach den Heats gebracht.

Neuen Mutes ging der Youngster als 21. an den Start des ersten Rennens und konnte sich, dank erneut starker kämpferischer Leistungen, im Mittelfeld etablieren. Das Ziel sah er als 19. Fahrer in dem konkurrenzstarken Teilnehmerfeld. So hätte es weiterlaufen können. Aber im zweiten Finallauf wurde er von einem Kontrahenten in die Wiese geschoben und musste sich letztlich mit Rang 24 zufrieden geben. „Ja, das hat mich geärgert“, sagte er rückblickend, „dennoch bin ich mit meiner fahrerischen Leistung sehr zufrieden.“ Das kann Moritz Horn auch sein – schließlich lieferte er selbst auf nasser Fahrbahn eine sehr gute Vorstellung.

Sein nächster Start ist auf der anspruchsvollen Strecke im belgischen Genk, bei der WSK Euro Series am ersten Juni-Wochenende geplant.